Die Mindener Kreisbahnen im Überblick

4.10.1896

Beschluss des Kreistages Minden zur Errichtung eines meterspurigen Schienennetzes im Kreis Minden, ausgehend von Minden.

4.12.1898

Eröffnung des ersten Teilstücks des geplanten Streckennetzes im Kreis Minden mit der  Bahnlinie von Minden-Übergabe nach Uchte (30 km in 1000 mm Spurweite). Es stehen 3 schmalspurige Dampflokomotiven, 8 Personenwagen , 2 Pw-Postwagen , 24 Güterwagen (offen und geschlossen) sowie 12 Rollböcke zur Verfügung

1.09.1903

Eröffnung der Strecke Minden Staatsbf. -Oberstadt - Hille - Eickhorst , ebenfalls in 1000 mm Spurweite

1.07.1907

Fertigstellung des weiteren Streckenteils Eickhorst nach Lübbecke (1000 mm)

1908

Bau des Industriegleises Minden-Übergabe nach Leteln ,zunächst ebenfalls Meterspur, danach ab 1916 3-schienig. 1911 verlängert bis zur Ziegelei Leteln  entlang der Lahder Str.

1915

Inbetriebnahme der Anschlussgleise zu den neu entstandenen Kanalhäfen in Minden (Westhafen , Osthafen und Industriehafen) Ausführung von vornherein in Normal-und Meterspur. Aufstellung je eines bahneigenen Ladekrans. Hafengleis zum Kanalhafen Hille ebenfalls fertiggestellt.

1.08.1915

Eröffnung der Strecke Kutenhausen - Stemmer - Wegholm (1000 mm). Die geplante Weiterführung bis Rahden kommt nicht mehr zustande, da die KPEV mittlerweile die Linie Rahden - Uchte - Nienburg erstellt hat.

1916

Eröffnung des Anschlussgleises zum Abstiegshafen (MILAG) , ebenfalls bereits 3-schienig. Einbau eines Normalspurgleises auf allen Streckenteilen im Stadtgebiet Minden.

1917

Ankauf der ersten regelspurigen Dampflok 20 für den Rangierbetrieb auf den Normalspur-und Dreischienengleisen im Stadtbereich Minden. Es handelt sich um eine von der KPEV altbrauchbar übernommene pr. T 3.

1.07.1918

Betriebsaufnahme der Linie Minden-Übergabe - Nammen zum Anschluss der Kohlenzechen in Notthorn und Meißen (1000 mm)

29.07.1919

Eröffnung der normalspurigen Bahnbetriebes Bückeburg - Minden Stadt der Bad Eilser Kleinbahn. 

1.05.1921

Verlängerung der ursprünglich bis Rinteln geplanten Strecke von Nammen bis Kleinenbremen unter Nutzung der hier schon vorhandenen Zechenanschlussbahn Kleinenbremen - Porta der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks-und Hütten AG.

1922

Stilllegung und Abbau der BEK-Strecke von Bückeburg bis Notthorn.

1923

Einbau eines Normalspurgleises auf der Kleinenbremer Strecke bis zur Zeche Meißen.

1926

Die Uchter Strecke erhält ein drittes Gleis in Normalspur zum Anschluss der Ziegelei Heisterholz (Hp Moorhoff)

1927

Einbau des 3. Gleises auch in die Lübbecker Strecke, zunächst bis Minden - Königstor zum Anschluss der Firma Küster.

1929

Verlängerung des 3-Schienengleises bis Petershagen

1935

Einbau einer dritten Schiene und damit Normalspurbetrieb zwischen Meißen und Kleinenbremen im Rahmen der Autarkiebestrebungen des Dritten Reiches.

1944 / 1945

Luftangriffe führen zu schweren Schäden an Gleisanlagen , Gebäuden und Fahrzeugen.

1949

Erste MKB-Buslinie Minden - Kleinenbremen - Rinteln

1949

Umbau der Strecke Petershagen - Uchte auf Normalspur, ab 01.09.1949 Umstellung des gesamten Personenverkehrs Minden - Uchte auf Regelspurbetrieb. Gleichzeitig Beginn des Abbaus des Schmalspurgleises auf der gesamten Linie Minden - Uchte.

1953

Strecke Kutenhausen - Wegholm wird auf Normalspur umgebaut. Ab 01.08.1953  nur noch regelspuriger Personenverkehr mit Dieselfahrzeugen.

18.05.1953

Einstellung des Schienenpersonenverkehrs an Sonn -und Feiertagen

1954

Erster Erwerb von ehemaligen Wehrmachtslokomotiven der Reihe WR 360 C (Bauart DWK) von der DB.

1.10.1956

Abschluss der Umspurungsarbeiten Minden - Hille. Aufnahme des Regelspurbetriebes. Schmalspurdampflok 16 als Dampfspender an die Großwäscherei Simeonsbetriebe abgegeben

17.12.1957

Aufnahme des Normalspurbetriebes Hille - Lübbecke . MKB-Züge werden in den DB-Bahnhof eingeführt. Aufgabe des  Schmalspurbahnhofs Lübbecke und des letzten schmalspurigen Schienenverkehrs.

1958

Ausmusterung der letzten schmalspurigen Dampflok 16

1959

Einstellung der Kohlenförderung im Revier Meissen

31.10.1959

Einstellung des Personenverkehrs Minden - Wegholm.

31.12.1962

Einstellung des Personenverkehrs Minden - Kleinenbremen

1967

Einstellung des Personenverkehrs zwischen Uchte und Petershagen sowie zwischen Hille und Lübbecke mit Beginn des Winterfahrplans

1970

Ausmusterung der letzten MKB-Dampflok 25

1.10.1972

Unterbrechung der MKB-Strecke Hille - Lübbecke an der Kanalbrücke Hille. Engültige Einstellung des Zugbetriebes.

1972

Als Initiative der Mindener Feldschlößchen Brauerei in Kooperation mit MKB und Stadt Minden entsteht der Bier-Express, ein Sonderzugangebot auf den verbliebenen MKB-Strecken für Betriebsausflüge, Reisegruppen und sonstige Charterfahrten. In den 1980er-Jahren nach Eröffnung des Besucherbergwerks Kleinenbremen und Einrichtung der Mühlenroute in Mühlen-Express umgetauft.

1973

Einstellung der Bedienung der Feldschlößchen Brauerei an der Marienstraße in Minden

1974

Endgültige Einstellung der letzten Schülerzüge nach HilleEndgültige Einstellung der letzten Schülerzüge nach Hille

31.12.1975

Endgültige Stilllegung Kutenhausen - Wegholm

27.11.1977

Letzter MEM-Dampfzug und insgesamt letzter Zug auf dem Abschnitt Kreuzkrug-Uchte, die zum 31.12.1977 stillgelegt wird.

1976 - 1980

Abbau der stillgelegten Strecken nach Wegholm , Lübbecke und Uchte

1979

Stilllegung Kreuzkrug - Todtenhausen

1997 

Aufnahme des regulären Kohleverkehrs zum Kraftwerk Veltheim ab Hafen Hille

1998

Einstellung des letzten Personenverkehrs der MKB : der Charterzug "Mühlenexpress" wird aufgelöst. Die verbliebenen Wagen an verschiedene Museumsbahnen verkauft.

2001

Verlagerung des Kohleverkehrs zum Kraftwerk Veltheim zum Nordseehafen Nordenham

2003

Beschaffung der Großlokomotiven V 19 (Vossloh-MaK) und V 20 (Bombardier-Henschel)

2004/2005

Grundinstandsetzung der Mindener Weserbrücke und Austausche aller Vorflutbrücken zur langfristigen Sicherung des Zugverkehrs auf dem linken Weserufer nach Hille

2005

MKB gründet zusammen mit den Verkehrsbetrieben Extertal, Bösingfeld , der Abellio GmbH, Essen und den moBiel GmbH, Bielefeld das Gemeinschaftsunternehmen WestfalenBahn GmbH, um sich als Eisenbahnverkehrsunternehmen an der Ausschreibung des Regionalzugnetzes "Teutoburger Wald" zu bewerben.

31.12.2005

Ende des Kohleverkehrs zum Kraftwerk Veltheim. Die Transporte werden wieder von DB-Railion übernommen. Die V 20 wird als Charterlok an andere Eisenbahnunternehmen vermietet., später an die HVLE verkauft.

31.10.2006

Endgültige Stilllegung Todtenhausen - Minden-Oberstadt

2006

Eröffnung eines neuen Industrieanschlussgleises zur Berentzen-Brennerei, Hartum (früher Strothmann)

09.12.2007

Die WestfalenBahn GmbH, an der die MKB zu 25% beteiligt ist, nimmt den regulären Eisenbahnbetrieb im Teutoburgerwald-Netz auf. Der Verkehrsvertrag läuft über 10 Jahre. Hierfür wurden von Stadler, Pankow 14 dreiteilige und 5 fünfteilige Elektrotriebzüge vom Typ Flirt geliefert.

Mai/Juni 2010

Vollständiger Abbau des Streckenabschnitts Minden-Oberstadt bis Todtenhausen.

1.03.2012

Inbetriebnahme der ersten selbst disponierten Elektrolokomotive mit der Bezeichnung 145 CL 013 (145 091-5) für den neu gewonnenen Kühlcontainerverkehr von Minden nach Bremerhaven und Hamburg.

November 2012

Die WestfalenbahnGmbH gewinnt das Ausschreibungsverfahren der Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen um die Regionalexpresslinien  Braunschweig - Hannover - Minden - Bielefeld/ Osnabrück - Rheine und werden ab Dezember 2015 die DB auf diesen Strecken ablösen. Betriebsmittelpunkt und Wartungs- stützpunkt für die neu anzuschaffenden Elektrotriebzüge wird der MKB-Standort Minden. Auf dem Gelände der früheren Dachpappenfabrik Westermann am Bahnhof Friedrich Wilhelm-Straße werden die Werkstatt-und Wartungshallen erichtet.

(zusammengestellt von Klaus Görs)

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Weserbrücke